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Vereinigung der Netzwerker

Wegen der engen Personaldecke starten Zossen und Blankenfelde gemeinsam

Die Entscheidung fiel im Sommer, bei einer Besprechung in der Kabine der Sporthalle in Dabendorf. „Wir haben uns vor einem gemeinsamen Training zusammengesetzt“, berichtet Christian Holland, Außenangreifer des MSV Zossen, „und dann ist die Entscheidung, gemeinsam zu starten, relativ schnell gefallen.“

Beschlossen wurde damals, das Volleyball-Landesklasseteam des BC Fortuna Blankenfelde und den Landesligisten MSV 07 in dieser Saison gemeinsam an den Start zu schicken – am Sonnabend beginnt nun für den neuen Verbund mit zwei Spielen in Wusterhausen/Dosse gegen den Gastgeber und die Reserve des SV Lindow Gransee die Spielzeit 2014/15 in der Landesliga Nord. In der Landesklasse geht keine Mannschaft mehr an den Start.

Angetreten wird unter dem Namen MSV Zossen 07. „Wir haben es nicht mehr geschafft, eine Spielgemeinschaft anzumelden“, sagt der derzeit verletzte Holland, „deshalb treten wir unter dem Label MSV Zossen an.“ Ursache für die Fusion war die Personallage. „Wir haben mehrere verletzungsbedingte Ausfälle und drei Abgänge, wegen der dünnen Personaldecke war auch gutes Training kaum noch möglich“, sagt Holland, „bei Fortuna war die Lage ähnlich.“ Da man sich gut verstehe und ohnehin bereits gemeinsam trainiert habe, „lag es nahe, Fortuna anzusprechen, Blankenfelde war unsere erste Wahl. Die Personaldecke ist jetzt dicker, die Leute sind motiviert und die Chemie stimmt.“

Überlegungen für ein gemeinsames Projekt – eine Vereinigung der Netzwerker sozusagen – hatte es schon seit längerem gegeben, konkret wurden die Fusionpläne aber erst in diesem Sommer. Die Ligaspiele des MSV werden in Zossen ausgetragen. „Einer der Gründe ist die gute Halle, wir haben uns gemeinsam darauf geeinigt“, sagt Holland. Trainiert wird zweimal pro Woche, einmal in Zossen und einmal in Blankenfelde. „Die Fortunen bleiben Mitglieder in Blankenfelde, deshalb behalten sie die Hallenzeiten“, berichtet Holland.

Nach den Übungseinheiten wartet nun der sportliche Ernstfall. Neben Lokalderbys gegen den VC Teltow/Kleinmachnow oder den Werderaner VV 1990 II stehen für den MSV auch einige weite Fahrten auf dem Programm – und für die Blankenfelder Akteure viel sportliches Neuland. In der vergangenen Saison hatte Fortuna in der Landesklasse Mitte Rang sechs erkämpft, der MSV wurde eine Spielklasse höher in der Landesliga Vierter. „Das Minimalziel ist der Klassenerhalt“, sagt Holland, „aber es geht auch vor allem darum, ein Team zu werden und Spaß zu haben.“

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